Katastrophenschutzübung mit 400 Einsatzkräften

Die FF München beteiligte sich mit 64 Einsatzkräften und 21 Fahrzeugen an einer mehrtägigen Großübung im Landkreis Rosenheim.

„Regionalzug rammt mehrere Autos“ und  „Amokfahrt mit Lkw“ – Horrormeldungen aus den Nachrichten und dennoch Realitiät, auf die Hilfs- und Sicherheitsorganisationen schnell und richtig reagieren müssen. Deshalb wurden diese Szenarien bei der Übung als Einsatzlagen durchgespielt.

Ein Ziel der Übung war, die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Polizei, in Verbindung mit vielen weiteren Organisationen, zu trainieren. Die als „Techno 2017“ bezeichnete Großübung wurde vom MKT organisiert. „Techno“ steht dabei für Technische Hilfeleistung, da der Schwerpunkt nicht bei Brandszenarien lag.

Die Herausforderungen

Wenn mehrere Verletzte zeitgleich gerettet werden müssen, spricht man von MANV-Lagen – MANV für „Massenanfall von Verletzten“. Bei dieser Übung waren es bis zu 50 Verletztendarsteller gleichzeitig. Das stellte alle beteiligten Retter vor besondere Herausforderungen.

In der erste Lage wurde eine Kollision eines Kleintransporters und eines Kleinwagens mit einem Regionalzug an einem unbeschranktem Bahnübergang dargestellt. Sowohl im Zug als auch in den beiden Autos wurden 40 Personen verletzt, einige von ihnen schwer. Eines der Fahrzeuge landete durch den Aufprall in einem Bach. Die einbrechende Dunkelheit erschwerte die Rettung der Verletzten.

Die zweite große Übungslage begann als Amokfahrt mit einem Lkw und endete mit einem Gefahrgutaustritt mit über 30 teils schwer verletzten Personen. Einerseits mussten Spezialkräfte der Polizei des Amokläufers habhaft werden. Andererseits war die Rettung von Menschen durch die Gefahrgutlage mit einem besonders hohen Aufwand verbunden.

Quelle: münchen.tv

Unser Beitrag

Von der FF München im Einsatz waren 21 Fahrzeuge mit 64 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Abteilungen Stadtmitte mit ABC-Einheit, Allach, Oberföhring, Forstenried, Solln, Aubing, Sendling und Harthof, der Flughelfer, der IuK-Einheit sowie des Kommandos. Das Kontingent bestand aus dem Vorauskommando mit Kontingentführer und der Grundkomponente „Personal“, bestehend aus einem Abschnittsführer und zwei Löschzügen, sowie die Flughelfer als eigene Einheit.

In der ersten Lage stellte die FF München den Einsatzleiter Feuerwehr sowie zwei Löschzüge. Diese waren bei der technischen Rettung der eingeklemmten Personen in den Pkw beteiligt und übernahmen den Transport der Verletzten im unwegsamen Gelände.

Durch die Flughelferstaffel wurden zwei Hubschrauber-Außenlandeplätze für Nachtlandungen eingerichtet und betrieben. Darüber hinaus wurden durch die FF München Stabsfunktionen in der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) besetzt und Funksprecher in Zusammenarbeit mit dem THW München Mitte gestellt.

Auch in der zweiten Übungsdarstellung war die FF München mit einem Einsatzleiter Feuerwehr und einem Löschzug im Einsatz. Die Besatzung des Löschzuges kümmerte sich dabei um den Verletztentransport.

Darüber hinaus war die ABC-Einheit beteiligt, die speziell für Einsätze mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren ausgerüstet ist. Durch die ABC-Einheit wurden die geretteten Personen dekontaminiert. Nicht zuletzt bestanden auch bei dieser Übungslage Stabsfunktionen der ÖEL und Funksprecher beim THW aus Personal der FF München.

Quelle: newsmediaservice.de

Die Übung in Zahlen

Hilfsorganisationen, u.a.:

Personal, u.a.:

  • 157 Rettungsdienst
  • 144 Feuerwehr
  • 25 Wasserrettung
  • 35 Polizei
  • 8 Leitstelle
  • 28 Übungsleitung
  • 52 Mimen

Weiteres, u.a.:

  • 2 Hubschrauber
  • 100 Einsatzfahrzeuge
  • 5.700 Liter Getränke und 1.000 Kilogramm Lebensmittel